Zelph – der weiße Lamanitenkrieger

Zelph – der weiße Lamanitenkrieger

 

von Sandra Tanner

 

(übersetzt von Manfred Trzoska)

 

Heute wollen viele HLT-Gelehrte die Buch-Mormon-Geographie auf das südliche Mexiko und Guatemala begrenzen. Die Führer der HLT-Kirche haben aber immer behauptet, dass die Geschichte sich auf der größeren Landmasse Nord- und Zentralamerikas abspielte. Ein Problem bei der Einschränkung des geographischen Gebiets des Buches Mormon auf das südliche Mexiko ist der angebliche Fund des Begräbnisplatzes eines Lamanitenkriegers in Illinois. Wenn Joseph Smith bei der Identifizierung dieses Skeletts korrekt war, dann müssten die Buch-Mormon-Schlachten in Nordamerika stattgefunden haben.

 

 

Folgendes ist den Schriften des HLT-Apostels Joseph Fielding Smith entnommen:

 

JOSEPH SMITH LEGT CUMORAH IM WESTLICHEN NEW YORK FEST

 

Diese Sache könnte man an diesem Punkt auf sich beruhen lassen, aber die Frage, dass das Territorium, das sich jetzt innerhalb der Vereinigten Staaten befindet, vor dem Tod Mormons im Besitz der Nephiten und Lamaniten gewesen ist, hat einiges Gewicht bei der Entscheidung dieser Angelegenheit. Im Licht der Offenbarung ist es für jeden absurd zu behaupten, dass die Nephiten und Lamaniten dieses nördliche Land nicht besaßen. Während das Zionslager auf dem Weg nach Jackson County [Missouri] marschierte, kamen sie in der Nähe des Ufers des Illinois-Flusses [in Illinois] an einen Grabhügel, der das Skelett eines Menschen enthielt. Die Geschichte dieses Ereignisses lautet wie folgt:

 

Die Brüder beschafften eine Schaufel und eine Hacke und, während sie die Erde auf eine Tiefe von ungefähr einem Fuß entfernten, entdeckten sie das Skelett eines Menschen, fast intakt, und zwischen seinen Rippen die Steinspitze eines lamanitischen Pfeiles, der offensichtlich seinen Tod verursachte. Elder Burr Riggs behielt den Pfeil. Die Betrachtung der Szenerie um uns herum rief besondere Gefühle in unseren Herzen hervor und als anschließend die Visionen der Vergangenheit meinem Verstand durch den Geist des Allmächtigen geöffnet wurden, entdeckte ich, dass die Person, dessen Skelett vor uns lag, ein weißer Lamanite war, ein großer, untersetzter Mann und ein Mann Gottes. Sein Name war Zelph. Er war ein Krieger und Häuptling unter dem großen Propheten Onandagus, der vom Hügel Cumorah, oder dem östlichen Meer, bis zu den Rocky Mountains bekannt war. Der Fluch wurde von Zelph genommen, oder zumindest teilweise – einer seiner Schenkelknochen wurde durch einen Stein, der mit einer Schleuder geworfen wurde, zerstrümmert, während er sich Jahre vor seinem Tod in einer Schlacht befand. Er wurde in einer Schlacht durch den Pfeil getötet, der zwischen seinen Rippen gefunden wurde, während des letzten großen Kampfes zwischen den Lamaniten und Nephiten.“

 

 

HEBER C. KIMBALL ERZÄHLT VON ZELPHS TOD

 

Elder Heber C. Kimball, der anwesend war, zeichnete folgendes in seinem Tagebuch auf:

 

Während wir uns auf unserem Weg befanden, waren wir begierig zu wissen, wer die Person war, die durch diesen Pfeil getötet worden war. Es wurde Joseph bekannt gemacht, dass er ein Offizier gewesen war, der in der Schlacht fiel, bei der letzten Vernichtung unter den Lamaniten, und sein Name war Zelph. Dies war uns Anlass zu großer Freude, zu denken, dass Gott so unserer eingedenk war, dass er seinen Dienern diese Dinge zeigte. Bruder Joseph hatte den Herrn befragt und es wurde ihm in einer Vision bekannt gemacht.“

 

 

ANTIKE STADT MANTI IN MISSOURI

 

Folgendes ist ebenfalls aus der Geschichte über die Reisen des Kirtland-Lagers entnommen:

 

Das Lager durchquerte Huntsville in Randolph County [Missouri], das zu einem der Pfähle Zions bestimmt worden ist und der antike Ort der Stadt Manti ist, und schlug bei Dark Creek, Salt Licks, siebzehn Meilen, Zelte auf. Es wurde dem Lager berichtet, dass einhundertzehn Mann aus Randolph sich freiwillig gemeldet hätten und nach Far West gegangen waren, um Schwierigkeiten beizulegen.“

 

Folgender Bericht von demselben Ereignis wird aus dem täglichen Tagebuch des Kirtland-Lagers entnommen und wurde von Samuel D. Tyler geschrieben:

 

1. September 1838. Wir durchquerten Huntsville, Co., Hauptsitz der Randolph-Grafschaft, Pop. 450, und drei Meilen weiter kauften wir von einem der Brüder, der an diesem Ort wohnt, 32 „bushel“ Getreide. Es gibt hier in der Umgebung mehrere Brüder und dies ist der antike Ort der Stadt Manti, von der im Buch Mormon gesprochen wird, und sie wird zu einem der Pfähle Zions bestimmt, und sie befindet sich in der Randolph-Grafschaft, Missouri, drei Meilen westlich des Grafschafts-Hauptsitzes.“

 

 

NEPHITISCHE UND JAREDITISCHE KRIEGE IM WESTLICHEN NEW YORK

 

Angesichts dieser Beweise, die vom Propheten Joseph Smith, Oliver Cowdery und David Whitmer kommen, können wir nicht sagen, dass die Nephiten und Lamaniten das Territorium der Vereinigten Staaten nicht besetzt hatten und dass der Hügel Cumorah sich in Zentralamerika befindet. Auch können wir nicht sagen, dass der große Kampf, der zur Vernichtung der Nephiten führte, in Zentralamerika stattfand. Wenn Zelph, ein rechtschaffener Mann, unter einem großen Prophetengeneral kämpfte, der von den Rocky Mountains bis zum „Hügel Cumorah oder am östlichen Meer“ bekannt war, dann fanden einige dieser Schlachten und offensichtlich die letzten Schlachten innerhalb der Grenzen dessen statt, was heute die Vereinigten Staaten sind.

 

Es gab keine rechtschaffenen Propheten, außer die Drei Nephiten, nach dem Tod Moronis, und wir erfahren, dass Zelph während einer dieser Schlachten, während der großen letzten Schlacht zwischen den Nephiten und Lamaniten erschlagen und in der Nähe des Illinois-Flusses begraben wurde.

 

In der Buch-Mormon-Geschichte trieben die Lamaniten die Nephiten ständig nach Norden und Osten zurück. Wenn die Schlachten, an denen Zelph teilnahm, in dem Land ausgetragen wurden, das vom Zionslager durchquert wurde, dann haben wir jeden Grund zu glauben, an Hand dessen, was im Buch Mormon geschrieben steht, dass die Nephiten gezwungen waren, weiter und weiter in den Norden zu gehen, bis sie sich im Land Ripliancum wiederfanden, von dem Ether und Mormon uns erklären, dass es das Land Ramah oder Cumorah wäre, ein Land „vieler Wasser“, das „übersetzt groß oder alles übertreffend heißt“.

 

Wenn das wahr ist, was wäre natürlicher als dass Moroni, wie sein Vater Mormon, die Platten in dem Land deponieren würde, wo die Schlachten ihr Ende fanden und die Nephiten vernichtet wurden? Moroni sagt, dass er dies tat, und auf Grund all der Beweise im Buch Mormon, durch das Zeugnis des Propheten Joseph Smiths untermauert, fanden diese letzten Schlachten in dem Territorium statt, das wir als die Vereinigten Staaten kennen, und in der Umgebung der Großen Seen und der Hügel des westlichen New York. Und hier fand Moroni den Ruheplatz für die heiligen Instrumente, die seiner Obhut übergeben waren. (Doctrines of Salvation, Joseph Fielding Smith. Zusammengestellt von Bruce R. McConkie. 3 Bde., Salt Lake City, Utah: Bookcraft, 1954-56, S. 238-240.)

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