Der Lemba-Stamm

Der Lemba-Stamm

Simon Southerton erzählt vom Lemba-Volk, einem Stamm im südlichen Afrika, das Jahrhunderte lang behauptete, dass sie von Juden abstammten.

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Mit der DNA-Technologie war man in der Lage, ihre Behauptung zu testen und zu bestätigen:

In Zimbabwe hatte ein schwarzes Bantu-sprechendes Volk, das ungefähr 50.000 zählt, behauptet, von Juden aus dem Nahen Osten abzustammen, die Jahrhunderte vorher nach Afrika gereist waren. Bekannt als die Lemba war ihre mündliche Überlieferung, dass ihre Vorfahren mit dem Boot aus einer verlorenen Stadt namens Sena ankamen und dass die ursprüngliche Gruppe gänzlich aus Männern bestand, die an der Ostküste Schiffbruch erlitten.

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Der Lemba-Anspruch auf jüdische Vorfahren basierte auf kärglichen Beweisen, aber schloss Stammesbräuche wie Beschneidung, Nahrungsmittel-Tabus und den Gebrauch von biblischen Namen ein. Oberflächlich betrachtet könnten ihre Bräuche judäisch sein oder von muslimen oder afghanischen Kulturen hergeleitet sein…

Im Licht dieser Entdeckungen entschieden sich die Gelehrten, nachzuschauen, ob es tatsächlich eine jüdische Präsenz in den väterlichen Genealogien der Lemba gab, indem sie Lemba-, Bantu- und semitische Y-Chromosomen miteinander verglichen… Man hatte entdeckt, dass ein überraschend hoher Anteil des Lemba-Y-Chromosoms semitische Ursprünge hat. Ungefähr 70 Prozent der Lemba-Y-Chromosome sind semitisch und die restlichen 30 Prozent sind unter den umgebenden Bantu-Populationen üblich. Ungefähr eine von zehn Lemba-Linien erwies sich als tatsächlich identisch mit der väterlichen Cohen-Linie – ein mächtiger Beweis, dass die mündliche Lemba-Tradition eher auf historischen Fakten als auf einen Mythos beruhte. (Losing a Lost Tribe, S. 127-128)

Die Lemba-DNA-Studie wurde auch in Science erwähnt. Von besonderem Interesse ist die Tatsache, dass die Bootsladung jüdischer Männer im selben Zeitrahmen nach Afrika auswanderte wie die Lehiten, die im Buch Mormon angeblich nach Amerika kamen. Doch die Lemba-DNA kann immer noch auf die Israeliten zurückgeführt werden:

Genetische Beweise unterstützen auch die mündliche Überlieferung, dass die Lemba, die nun ein Bantu-sprechendes Volk sind, von den Juden herkamen, die aus dem Nahen Osten vor 2700 Jahren nach Jemen auswanderten und von Jemen vor 2400 bis 2000 Jahren ins südliche Afrika kamen. Mehr als 50% der Lemba-Y-Chromosomen tragen Haplotypen, die unter jüdischen Populationen gewöhnlich sind, aber bei ihren afrikanischen Nachbarn fehlen. Genetische Analysen haben ebenfalls die Verschiedenheit der Cohanim oder des traditionellen jüdischen Priestertums bestätigt. ("Genomic Views of Human History," von K. Owens. und M. King, Science, 1999, 286:451-453)

Wenn DNA untermauern kann, dass die Lemba von einer Bootsladung Israeliten vor 2400 bis 2000 Jahren abstammten, wo ist der DNA-Beweis, dass Israeliten in Mittelamerika während derselben Zeitperiode lebten?

Der HLT-Wissenschaftler Trent Stephens nimmt an, dass die DNA von der kleinen Anzahl der Buch-Mormon-Israeliten durch die Jahre verloren gegangen wäre. Er schlussfolgert, dass

die nahöstliche Kolonisation in Amerika verglichen mit der übrigen Population sehr klein gewesen sein könnte und als Ergebnis zweier Haupt-Flaschenhals-Ereignisse ist kein genetischer Beweis eines nahöstlichen Ursprungs in der noch vorhandenen Bevölkerung vorhanden, auch wird ein solcher Beweis wahrscheinlich nicht hervorkommen

An Hand der signifikanten Anzahl von Studien, die schon in Bezug auf die genetischen Profile der noch vorhandenen uramerikanischen Bevölkerung durchgeführt worden sind, scheint es nicht wahrscheinlich, dass zusätzliche Studien dieser Art neue Daten präsentieren werden, die sich deutlich von den schon gemachten unterscheiden. ("Now What?," von Trent D. Stephens, Sunstone, März 2004, S. 27)

Simon Southerton kommentierte über dieses Problem:

Whiting schlägt vor, dass ein weiteres Hindernis bei der Auffindung von lamanitischen Linien unter den Ureinwohnern Amerikas aus der Unsicherheit darüber entsteht, wo die Lamaniten gelebt haben oder ihre Nachkommen sein könnten… Da der Haupt-Geographie-Apologet Sorenson und zahlreiche andere Mittelamerika als den einzigen Kandidaten für das Territorium, das im Buch Mormon beschrieben wird, identifizierten, wäre es vernünftig, die Forschung zu untersuchen, die unter den eingeborenen Stämmen in dieser Region vorgenommen wurde.

Tatsächlich ähneln die DNA-Linien von Mittelamerika denen anderer amerikanischer Eingeborenenstämme auf den gesamten beiden Kontinenten. Über 99 Prozent der Linien, die unter den Eingeborenengruppen in dieser Region gefunden wurden, sind deutlich asiatischer Herkunft. Moderne und antike DNA-Proben, die unter den Maya getestet wurden, fallen im Allgemeinen in die Hauptklassen der Grund-Abstammungslinien… Das Maya-Reich ist von Mormonen als das betrachtet worden, das dem Volk des Buches Mormon am nächsten kommt, weil sein Volk buchstäblich und kulturell hoch entwickelt war. Führende Neue-Welt-Anthropologen, einschließlich denjenigen, die sich auf diese Region spezialisiert haben, haben aber herausgefunden, dass die Maya mit Asiaten ähnlich verwandt sind. (Losing a Lost Tribe, S. 190-191)

Southerton fährt fort und diskutiert die Tests, die an alten Maya-Skeletten, die vor 500-2500 Jahren bestattet wurden, vorgenommen wurden. Kein Beweis weist auf hebräische Ursprünge hin. Die Forschung zeigt denselben Typ asiatischer Vorfahren, den man überall in Amerika findet.

 

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